Perutagebuch

Montag, September 12, 2005

Abendgestaltung (Perutagebuch Teil 13)

Was ich ganz vergessen habe: Letzte Woche hatten wir eine sehr lustige und nervige Abendveranstaltung. Essen mit Rotaryclub von Caraz. Da sie sonst ja nix fuer uns tun konnten, haben sie uns zum Essen geladen. Da wir 15 Minuten zu spaet in der neonbeleuchteten Spielunke waren, hatte der offizielle Teil schon begonnen. Reden auf Deutsch sind ja schon langweilig. Aber jetzt ging es ueber Geldausgaben, neue Mitglieder und unsere Huldigung... und das auf Spanisch. Zwischendurch ein kleines leckeres Essen an dem man sich hungrig gegessen hat. Wir mussten uns die ganze Zeit das Lachen verkneifen, was uns sichtlich schwer fiel. Am Hoehepunkt der guten Laune sind wir angelangt, als Christian waehrend einer Lebenslaufrede des neuen Mitglieds (bei der alle aufstanden) auf seine Uhr schaute.
Samstag waren wir dann wieder zu Pferd unterwegs und haben danach Orangen vom Baum gepflueckt und gegessen. Ein Fest fuer den Gaumen. Ebenso der Russische Zupfkuchen, der heute endlich gebacken werden konnte. Der selbsthergestellte Quark war fast zu schade zum verbacken. Abends sind wir nach Monterrey zu Christians Familie gefahren. In dem Haus gibt es nur eine Stelle, wo ich ohne anzustossen stehen kann. Nach oben in die Kueche geht es dann ueber ein paar Holzbretter. Ein Fenster, dass die schoene Aussicht versperrt, gibt es nicht. Ist auch besser wegen dem Rauch, der sich beim Holzfeuer im Herd entwickelt. Das Essen kann man geniessen, waehrend einem ein Windhauch um die Nase weht und sich die Tiere unter dem warmen Herd tummeln. Sehr idyllisch. Die Familie hat im uebrigen einen sehr ruhigen Boxer, auf dessen Ruecken sich die 2 kleinen mutterlosen Katzenbabys sehr wohlfuehlen.
Astrid hat leider den selbstgebackenen Kuchen fuer die Schweine vergessen. Aufgrund ihres Wunsches nach mehr Ballaststoffen wollte sie Haferflocken beimischen. Leider hat sie diese mit anderem Korn (welches vermutlich als Schweinefutter dienen soll) auf dem Markt verwechselt. Insgesamt war der Kuchen sehr spelzig und trocken, was zur Folge hatte, dass nun die Haelfte uebrig ist.
Heute war nun Cesars Geburtstag. Ich war offiziell krank. Sehr schwierig, da wir heute erst nach Caraz zurueckkehrten. Das bedeutete, dass wir 1,5 Stunden zusammen in einem Auto sassen. Anspruchsvolles Schauspiel kann ich nur sagen. Gott sei Dank lerne ich dieses ja in Leipzig. Ich war schon nach 15 Sekunden sehr ueberzeugend. Ich musste gar nicht sagen, dass ich krank bin. Nach kurzer Zeit fragte er schon nach. In Caraz angekommen machte sich die arbeitseifrige Gruppe schon bald los, waehrend ich fuer 5 Minuten in Bett fiel. Dann hiess es einkaufen. Schwarzwaelder Kirschtorte sollte es geben... und gab es auch... zumindest mit mehreren Modifikationen. Nach 2 Stunden Markt und diversen Geschaeften, hatte ich noch keine Sahne und auch keine Kirschen. Demzufolge wurden die Kirschen durch eine unreife Ananas ersetzt. Man sollte fuer den Kauf reifer Fruechte dringend einen Peruaner mit auf den Markt nehmen! Die Sahne wurde mit einer nach Kondensmilch schmeckender Milchcreme ersetzt und anschliessend mit seltsam schmeckender peruanischer Schokolade ueberstreuselt. Die Buttercreme war der Butter entsprechend salzig. Das Endergebnis war dennoch ueberraschend gut.
Irgendwas wollte ich hier jetzt noch schreiben, ist mir aber entfallen. Hole ich vielleicht nach. Morgen fahren wir nach Huaraz und Mittwoch dann nach Lima. Basti abholen. Die naechste Woche werde ich es sicher nicht zum Internet schaffen.
Fortsetzung folgt dennoch irgendwann...

1 Comments:

At 1:32 nachm., Blogger Klaudia said...

Hallo Großer, das ist ja ne toll sache. hab eben von der Doreen gehört dass man deine erlebnisse verfolgen kann. Soll dich lieb grüßen. Ich freue mich so für dich. Lass es dir auch die nächsten Tage gut gehen und hab viel Spass und schöne und aufregende erlebnisse mit basti.
freue mich dich wieder zu hören/sprechen!
bis dahin ganz liebe Grüße, besitos y un abrazo, Klaudia.

 

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